1
   

Ziel und Idee des Kongresses

In einer zunehmend globalisierten Welt mit immer stärkerem Innovationsdruck werden die Anforderungen an Menschen in Führungsverantwortung noch unübersichtlicher und widersprüchlicher. Führung kann dabei nicht mehr als linearer Prozess in eine Richtung verstanden werden, bei dem im "heroischen" Management-Stil die Führungsverantwortlichen vorgeben und die "Geführten" ausführen. Vielmehr brauchen wir Modelle, in denen optimale Führungs-Interaktionen im Zentrum stehen. Dies bedeutet, dass die "Geführten" mit ihren Beiträgen in rückbezüglicher Weise mit führend werden. So kann ein kontinuierlich wechselseitiger Lern- und Steuerungs-Prozess für optimale Kooperation entstehen. Damit gerade die Führungsverantwortlichen diese Wechselwirkungen als Chance nutzen können und nicht als Bedrohung erleben, brauchen sie eine besondere Art von Autorität, Selbst-Vertrauen und Stabilität.

Das Thema Führung muss - dieser Entwicklung entsprechend - kritisch überdacht und neu gestaltet werden. Konzepte, mit denen Antworten auf diese Herausforderungen bereits entwickelt wurden, brauchen Raum für mehr Beachtung.

Unser Kongress ist ein Forum für einen kreativen und multikulturellen Austausch darüber, welche Führungskulturen die Menschen und Organisationen in Zukunft brauchen und welche hilfreichen Modelle es dafür bereits gibt.

Zentrale Fragen werden sein:

  • Welche Führungs-Autorität spricht Menschen an?

  • Wie können Orientierung gebende Visions- und Zielentwicklungs-Prozesse und Strategie-Entwicklungen so gestaltet werden, dass sie die Autonomie und Selbstorganisations-Kompetenzen der Beteiligten in Organisationen effektiv mit einbeziehen?

  • Wann unterstützt Führung die Menschen in der Entfaltung ihrer Potenziale?

  • Sollte sich Führung womöglich überflüssig machen, in welchen Aspekten, mit welchen Zielen - und was müsste an die Stelle von traditionellem Führungsverständnis treten?

  • Welche Aufgaben hätten Führungskräfte in diesem Prozess dann noch?

  • Wie beeinflussen unterschiedliche Gestaltungsformen von Macht und Hierarchie die Führungs-Autorität?

  • Wie trägt Führung wirksam dazu bei, dass Mitarbeiter ihre engagierten Leistungsbeiträge auch nachhaltig mit gesundheitsförderlichen Interaktionen und entsprechendem Selbstmanagement verbinden?

  • Wie passt unternehmerisches Denken mit Vertrauen und mit Achtung des freien Willens zusammen?

  • Welche Stärkung / Unterstützung brauchen Menschen in Führungsverantwortung, um diese Herausforderungen leisten zu können?


Zielgruppe

Führungskräfte und Mitarbeiter sämtlicher Hierarchieebenen, Berater, Coaches und alle, die sich für Führungsthemen interessieren.